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mission report 0018

field agent <Hidden Eye> an <THE LIE>:

ES WIRD ENG
kampflächlerin benita ferrero-waldner und ihr team verlieren langsam die contenance

RECEIVED VIA e-mail / 04.04.2004 / 03.17h

link: die wahrheit hinter dem lächeln

wer dieser tage in österreich weilt, wird zeuge eines seltsamen wahlkampfes: dessen zur österreichischen bundespräsidentschaft. nach dem vorzeitigen ausscheiden der quereinsteigerInnen pöltl ("erotik"-hotlinebetreiber und neo-populist), martin wabl (zu dem fällt einem wenig ein, ausser, dass er das bild des bundespräsidenten in öffentlichen gebäuden durch kreuze ersetzen möchte) und irene s. (THE LIE berichtete), bleiben dem wider besseres wissen noch hoffenden und wahlbereiten bürger nur mehr zwei kandidatInnen: einerseits frau övp-aussenministerin benita ferrero-waldner, andererseits 2.(spö-)nationalratspräsident heinz fischer.
die kandidaten hatten sich noch vor wenigen wochen auf ein fairnesspapier geeinigt, das einen "ehrlichen" wahlkampf (ist das nicht ein widerspruch in sich..?) garantieren sollte. in weiterer folge wurde dieses abkommen unserer meinung nach mehrfach unterlaufen, primär von övp-seite, die sich nicht scheute -über strohmänner kurt bergmann oder albert fortell- den gegenkandidaten u.a. als "putin", "kommunist" oder "parteisoldat" zu diffamieren. den mann also, über den namhafte vp-vertreter noch anfang des jahres meinten, er sei überparteilich, gerecht und mehrheitsfähig. seltsam?

als positives gegenbeispiel zu behaupteter kommunistischer sturschädeligkeit pushte die övp daher "ihre-oder-doch-nicht-ihre?" kandidatin, die amtierende aussenministerin von schüssels gnaden, zärtlich "benita" genannt. sie habe "wie eine löwin für österreich gekämpft" (LINK), noch dazu "als einzige" (was da wohl der rest der sanktionskritiker meint? wurscht, auf parteilinie, BITTE!) und die "mit 101 staatschefs in deren landessprache spricht". ja, hoffentlich, als aussenministerin.

nachdem sämtliche meinungsumfragen auf einen knappen vorsprung fischers hinwiesen, musste etwas geschehen. dankenswerterweise wurde der epochale sieg der spö über die övp(erstmals seit 1945!) dank spö-frau burgstaller bei den landtagswahlen in salzburg durch die "interessante" bündnispolitik der spö kärnten ("is lei ans") und das eher patscherte verhalten des ohnehin eher nicht so sympathischen spö-granden gusenbauer neutralisiert und man konnte sich medial auf das ablenkthema "spö - fpö???" einigen.

das fokussierte den blick weg von den eigentlichen problemen des landes, die nicht trotz sondern mit benita ferrero-waldner auftreten konnten und machte den weg frei für weitere unsinnigkeiten, wie etwa dem regionalthema "neue landeshymne für die steiermark" oder stmk-vp-landesgeschäftsführer schniders "knigge für die politik".

gerade für die steirische volkspartei wird es nämlich langsam eng: nach dem innenstadtinitiativenfinanzskandal, den bm "siegi" nagl offensichtlich -und weil er wohl selbst involviert gewesen sein dürfte- wundervoll aus den massenmedien halten konnte und kann, der komplettpleite der kulturhauptstadt 2003, dem soeben laufenden estag-untersuchungsausschuss und dem daraus resultierenden rücktritt von wirtschaftslandesrat paierl, sexuellen übergriffen leitender beamter, dem finanziellen extrem-engpass der karl-franzens-universität trotz studiengebühren, dem ungeheuer uninspirierten "sager" von wirtschaftsminister bartenstein (auch stmk.-vp), man solle doch die klimaschutzziele von kyoto auch nicht einhalten, da man dadurch wirtschaftliche nachteile den USA gegenüber hätte etc. etc. etc.

da wird es für das team um ferrero-waldner natürlich schwierig, die ruhe zu bewahren. noch dazu, wo die rolle als überparteiliche kandidatin aufgrund vehementer vp-unterstützung immer stärker abzubröseln beginnt. und es wird wichtig, symbole zu bemühen. zu beispiel den handschlag fürs foto mit kofi annan, nachdem fischer einen solchen medienwirksam für sich inszenieren hatte lassen. frau ferrero-waldner begehrte heftig einlass ("I am the one who invited you!" und "I am the Foreign Minister!!"), um AUCH einmal dem herrn UN-generalsekretär für die kamera das handerl schütteln zu dürfen.

wo kandidat fischer einen langweiligen und stockkonservativen wahlkampf führt, da vergreift sich ferrero-waldner in stil und geschmack, besonders, was die anbiederung an die "einfachen leute" betrifft. hoffentlich wissen diese auch, dass hinter manch einem hübschen (?) lächeln oft sehr scharfe zähne stecken...

link: die internetseiten der kandidatInnen



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