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A LITTLE CONVERSATION
kapeller versus petrowitsch:
werte freundInnen des iggedankens,
nachdem man sich jetzt in den beiräten eingerichtet hat und wohl alle satt sind im anhang noch ein kleines häppchen, zum nachdenken oder als prekarfreitagserlebnis, sozusagen.
die joanneum-researchstudie zu 2003, die zumindest auch wirtschaftern und touristikern klar machen muss, dass ein kultureller auftrag sich rechnet. so denke ich ist das ganze in erster linie zu interpretieren, in zweiter linie könnt ihr dann interpretieren.
frohes fest wünscht
michi petrowitsch
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ein nona-papier...
die kernaussagen über die nutzung der chancen findet man in diplomarbeiten jedes kulturhistorischen uni-institutes europas..
interessant aber die zahlen....
Umsatzzuwächse von rund 26 Mio. € durch Tourismuszuwachs....
Organisationsbudget der GmbH.: 56 Mio. €
oder: Produktionswert 146 Mio. €, Wertschöpfung 76 Mio. €
ein WertschöpfungsDEFIZIT von 70.000.000 € sagt viel..
selbst wenn ich das direkte Projektbudget der GmbH wegrechne, kosten Marketing, Personal und Sonstiges ca. 23 Mio. €,
also fast die gesamten mehreinnahmen durch das nächtigungsplus...
irgendjemand wollte doch die mehreinnahmen aus dem tourismus für kunstprojekte umdirigieren...
welche denn? etwa die etwas erhöhte und hier nicht berücksichtigte tourismusabgabe?
legt man die gestiegenen tourismusumsätze auf diesbezügliche steuern etc um bzw.
berücksichtigt man den lt. studie aus 76 mio. sich ergebenden steueranteil für die stadt von 3,3 mio, dann fließen bei optimistischer betrachtung ca. 5 mio. plus 3,3 mio wieder an die stadt zurück - damit fehlen der stadt noch immer knapp 48 mio € um zumindest die kosten der gmbh einzuspielen
nehmen wir mal an, der touristenstrom bleibt wundersamerweise erhalten - dann braucht es noch 10 Jahre, um die gmbh. zu amortisiere und knapp 14 jahre, um das gesamte wertschöpfungsdefizit zu egalisieren
das nenne ich nachhaltigkeit, freunde, denn dann haben wir 2018
ich weiß, man sollte nicht so brachial rechnen und mehreinnahmen aus der neuen oder erneuerten infrastruktur berücksichtigen etc., aber selbst wenn man großzügig kalkuliert, bräuchte es einen jährlichen zusätzlichen wertschöpfungsüberhang von 50 mio. € um zusätzlich auch nur 3 mio steuerleistung jährlich refunidert zu erhalten
und dann noch ein satz zum marketing: isoliert betrachtet kostete uns jeder zusätzlich eingenommene tourismus-€ etwa 50 cent marketing und ca. 2,2 € an gesamten gmbh - kosten....
was der bericht auch wohlweislich verschweigt:
wieviel mittel sind an lokale künstler etc. gegangen, wieviel an außerhalb der region befindliche? das verhältnis infrastruktur zu produktionsbudget lässt sich zumindest schätzen (56/33), wobei aber nicht transparent ist, wieviel von den 33 mio für overheads (ordnungspersonal, reinigung etc.)und projekt-infrastruktur verwendet werden mussten. alles in allem würde ich sehr optimistisch auf eine für die lokale kunst-&kulturszene abfallende wertschöpfung von 4-5 mio € (~3% des gesamten produktionswertes) tippen.
sorry michi, aber das ist kein geeignetes beispiel dafür, dass sich ein kultureller auftrag rechnet.
jk
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