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LASSIFIED / CODE "RED DAWN" copied from source: derStandard.at, APA/REUTERS 13./14.12.2003: SADDAM HUSSEIN GEFASST Bagdad - Der irakische Ex-Präsident Saddam Hussein ist am Samstagabend in einem gemauerten Erdloch bei der Ortschaft Ad Dawr 15 Kilometer südlich seiner Heimatstadt Tikrit gefangen worden. Der US-Zivilverwalter im Irak, Paul Bremer, bestätigte die Verhaftung. "Wir haben ihn", sagte Bremer am Sonntag in Bagdad. "Das ist ein großer Tag in der Geschichte des Irak.&q
uot; Zuvor hatte bereits der britische Premierminister Tony Blair die Festnahme Saddam Husseins bestätigt. US-General Ricardo Sanchez, Kommandant der US-Bodentruppen im Irak, sagte am Sonntag vor der Presse in Bagdad: "Es fiel kein einziger Schuss". Saddam Hussein befinde sich in US-Gewahrsam an einem geheimen Ort. Er sei "gesprächig und kooperativ". Die US-Armee zeigte Bilder des Erdlochs, in dem sich Saddam versteckt hatte. Ferner zeigte Sanchez einen Videofilm, auf der die medizinische Untersuchung des Ex-Diktators durch einen Arzt gezeigt wurde. Er trug einen langen Bart und wirre Haare und sah erschöpft aus. Einige Journalisten jubelten laut, als die Bilder Saddams gezeigt wurden und riefen "Tod für Saddam". Sanchez erklärte, die US-Armee habe durch Hinweise, Angab
en von Festgenommenen und Geheimdienstaufklärung Informationen erhalten, wonach sich Saddam Hussein an zwei bestimmten Orten in der Nähe von Tikrit aufhalten sollte. Als er dort nicht entdeckt worden sei, habe die Armee die gesamte Umgebung abgesperrt und durchsucht, wobei sie ihn schließlich in dem Erdloch auf dem Gelände eines Bauernhofes entdeckt hätten. Die Operation habe den Namen "Red Dawn" (Morgenröte) getragen.
In einigen Vierteln Bagdads kamen die Menschen zu Jubelfeiern zusammen, nachdem sich die Nachricht verbreitet hatte. Einige gaben Freudenschüsse ab. Der irakische Regierungsrat erklärte unterdessen, kurdische Kämpfer hätten den Amerikanern geholfen, Saddam Hussein festzunehmen. Der britische Premierminister Tony Blair bestätigte am Sonntag in London die Festnahme. Im Folgenden der Wortlaut
seiner Stellungnahme. "Ich begrüße außerordentlich die Festnahme von Saddam Hussein gestern abend. Der Arbeit der Aufklärungs- und Militärkräfte der Koalition zur Festnahme zolle ich meine Hochachtung. Dies ist eine sehr gute Nachricht für die Menschen im Irak. Damit ist der Schatten der Albtraumvorstellung einer Rückkehr des Saddam-Regimes weggenommen, der viel zu lange über ihnen gehangen ist. Diese Befürchtung hat nun ein Ende. Es ist jetzt möglich, Saddam für seine Verbrechen am irakischen Volk vor ein irakisches Gericht zu stellen. Und es gibt uns jetzt die Möglichkeit zu einem Schritt vorwärts in Irak. Vor allem rufe ich die sunnitische Gemeinschaft und die ehemaligen Verantwortlichen der Baath-Partei dazu auf, die Gelegenheit zur Versöhnung zu ergreifen. Wir sollten jetzt versuchen, durch den Wiederaufbau des Landes und die Aussicht auf eine neue Zukunft den Irak als Ganzes zu vereinen." Die ers
ten Bilder ließen wenig Zweifel: Der Mann, den die USA als irakischen Ex-Machthaber präsentierten, sah wirklich aus wie Saddam Hussein. Doch der 66-Jährige hatte mehrere Doppelgänger. Um sicherzugehen, dass es sich bei dem Gefassten wirklich um Saddam Hussein handelt, müssen die USA und die irakischen Behörden wohl Ergebnisse einer DNA-Analyse vorlegen. Der Vorsitzende des irakischen Regierungsrates, Abdel Aziz el Hakim, sagte am Sonntag, ein erster DNA-Test habe bereits ergeben, dass es sich bei dem Festgenommenen um Saddam Hussein handle.      
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